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Naturschutz- und Aufwertungspotential im Projektgebiet Kiebingen

 

Vergleich unterschiedlicher Einflussbereiche

 

Dargestellt ist die bewertete Landschaft innerhalb eines Umkreises von 350m um die Waldrandlinie von 2010. Die bewerteten Landnutzungsformen, Biotop §30 Flächen, Gewässer, die Himmelsrichtung und Hangneigung sowie Verkehrswege wurden für jede Stelle im Projektgebiet im Umkreis von 100m, 200m und 300m miteinander verrechnet. Es zeigt sich, dass bei einem Einflussbereich von mehr als 100m das Ergebnis zu homogen dargestellt wird. Grund dafür ist die stark parzellierte und unterschiedlich genutzte Landschaft im Projektgebiet. Zusätzlich wirken negativ bewertete Flächen zu stark und zu weit in die Landschaft aus. Dies betätigt den in der Literatur genannten Einflussbereich von 100m. [BUEHREN D., DIEZ C., BUDDE A., KAUFMANN G., 1995, Seite 36]

 

Ergebnis für 100m Einflussbereich der Landschaft

In folgender Karte wird die bewertete Landschaft mit einem Einflussbereich von 100m auf den Waldrand bezüglich des Naturschutzpotenzials einer Waldrandgestaltung dargestellt.


Bewertung der Ergebnisse für 100m Einflussbereich der Landschaft

Rot bis orange dargestellte Abschnitte der Waldrandlinie bedeuten, dass der Waldrand in diesem Bereich von Landnutzung und Infrastruktur beeinflusst ist die sich negativ auf das Naturschutzpotential auswirken. Somit sind diese Waldrandflächen für eine Waldrandgestaltung ungeeignet bei der Naturschutz betrieben werden soll. Hier könnte aber dennoch aus Waldschutzgründen oder Verkehrsicherungspflicht ein stufiger Waldrand entwickelt werden.

Gelbe dargestellte Abschnitte sollten vor Ort genauer betrachtet werden hier könnte das höchste Aufwertungspotential vorhanden sein wenn z.B. ein ruhiges Wohngebiet mit großen Vorgärten an den Waldrand grenzt.

Gelbgrün dargestellte Flächen haben das höchste Aufwertungspotential. Landwirtschaftliche Flächen sind in diesem Bereich oft intensiv genutzte Äcker und Wiesen die an reine Nadelwälder grenzen. Wald-Feld-Grenzen sind ist hier oft ohne stufigen Übergang. Hier sollte aktiv Natur-und Waldschutz betreiben werden indem ein stufiger Waldrand gestaltet oder verbessert wird. Diese Waldränder können dann als Biotopverbundnetz und als Ausbreitungskorridore für viele Arten dienen.

Dunkelgrün dargestellte Abschnitte dagegen sind von einer sehr hochwertig eingestuften Landnutzung umgeben. Es handelt sich meist um Waldränder entlang von Streuobstwiesen und extensiv genutztem Grünland an südlich exponierten Hängen. Diese Waldränder sollten in Raumplanungsverfahren sollte unbedingt darauf geachtet werden diese Waldränder nicht weiter zu zerschneiden.





Es wird deutlich, dass ca. 2034m Waldrand zur schlechtesten Klasse (-5) zu zuzählen sind. Auf ca. 6839m Waldrand finden wir einen ökologisch hochwertigen Waldrand, der der Klasse (+5) angehört  und somit ein hohes Schutzpotenzial sehr schützenswert ist. Ebenfalls bereits hochwertig und somit mit nur geringem Aufwertungspotential versehen, sind die Klassen +3 und +4, welche gemeinsam eine Waldrandlänge von ca. 3889m ausmachen. Somit kann der Waldrand im Projektgebiet insgesamt als bereits sehr hochwertig und ökologisch wertvoll betrachtet werden, mit Ausnahme des Bereichs um den Martinsberg. Dies spiegelt auch den Eindruck der Vor-Ort-Begehungen wieder. In den Klassen >1 bis 3 ist der Waldrand weniger hochwertig, besitzt dafür allerdings ein hohes Aufwertungspotenzial, aufsteigend mit abnehmendem Klassenwert. Hier wären Eingriffe zur Waldrandgestaltung am effektivsten und am sinnvollsten.